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Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause
Sagte schon Judy Garland. Im Wizard of Oz. Sie klappte mit den Füßen zusammen und dann war sie wieder zu Hause.
Ich habe nicht mit den Füßen geklappt. Musste ich nicht. Es war wie es früher schon war. Kurz vor Ablauf der Zeit. Es brennt. Kurz vor knapp. Hoffnungslose Aussicht. „MiM, mach Dich runter. Schau Dir das an.“
Ich durfte an die Front. In die erste Linie. Dort, wo sie Feindkontakt haben. Da wo es nicht mehr schön ist. Raus aus der Komfortzone. Und… nur um festzustellen, was sie nicht mehr retten können. Das war der Unterschied, Wir haben früher schon zusammengearbeitet. Er hat mich quer durch die Weltgeschichte geschickt. Italien, drei Jahre lang, Schweden, Niederlande, Chicago. Wenn Sie keine Wurzeln mehr haben, dann ist es egal wo Sie sind. Egal welches Land. Egal welches Hotel. Sie sind nirgendwo mehr zu Hause. Sie kommen überall klar. Und hätte es funktioniert, hätte ich die Option gezogen und wäre ich 2025 verschwunden. Aber es kam anders.
Da stehen Sie. Schauen auf das, was man Ihnen vor die Füße wirft. Irgendwo im Hinterland. Wo Sie im örtlichen Gasthof unterkommen. Außerhalb der Touristensaison. Kein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Ein klassisches Frühstück. Unverändert, wie aus den 80´er Jahren.
Aber, Sie sind zu Hause. Oder das was mal Ihr zu Hause war. Irgendwie. Es gibt bayrisches Bier. Bayrisches Essen. Und bayrische Lebensart. Und wenn Sie die Dinge kennen, die zu haben sind, die nicht auf der Karte stehen und diese bestellen, erkennt man, dass Sie irgendwie dazu gehören. Und so werden Sie behandelt.
Und während Sie da sitzen, alleine an einem Tisch, fallen Ihnen alle Dinge ein, die damals zurück gelassen haben. Ich habe ein Leben zurück gelassen. Alles kommt hoch. Die Erinnerungen. Die Begegnungen. Alles.
Kennen Sie das? Bei der Autobahnauffahrt, müssen Sie sich entscheiden. Rechts herum. Oder links herum. Sie müssen nur ein paar Nummern anrufen und sie könnten verschwinden. Sich auflösen. Unsichtbar werden. Das hat etwas von dem Song, von Udo Jürgens. Ich war noch niemals in New York. Ich fahre rechts und der Weg führt zurück in den Westen der Republik. Irgendwo, nach 20 Minuten bietet Ihnen das Leben, noch eine Chance. A93. Nach Italien. Ich habe dort 3 Jahre gearbeitet. Am Ende haben Sie mir einen italienischen Pass kopiert und mein Gesicht dort hineingearbeitet. Ich gehöre zur Familie. Sei einer von Ihnen. Manche Bande hält lange. Ich fahre weiter. Ich seufze.
Dort, in der großen Stadt, wurde MiM geboren. Eine Idee. Bereits 20 Jahre alt.

Punk im Pott
Weihnachtlich Weihnachtskonzerte. Sollte man immer mitnehmen, wenn sich die Möglichkeit bietet. Und das habe ich getan.
Mit dem besten ein Festival der weihnachtlichen Lieder besucht. Punk im Pott. Ein Musikfestival was mit der Weihnachtszeit, an einem Wochenende, im Areal des Oberhausener Konsumtempels Centro, stattfindet.
Ich möchte Ihnen sagen, dass es auf einem Punktfestival gesitteter zugeht, als auf der Einkaufsmeile selbst.

Von 15 Uhr am Nachmittag bis hin in die frühen Morgenstunden Musik. Musik. Und Musik. Die Turbinenhalle ist eine grandiose Veranstaltungsstätte.
Mein persönliches Highlight waren Das Lumpenpack mit dem Song ´Hauch mich mal an´. Großartiger Song. Wenn Sie einmal Zeit haben, hören Sie sich das an. Es lohnt sich.
In Summe wirklich eine gute Veranstaltung. Ich werde mir das nächstes Jahr wieder antun. Das war gut.
Eine echte Empfehlung.

Erfolg
Wie definieren Sie für sich Erfolg? Wann denken Sie, dass Sie erfolgreich sind oder waren?
Da saßen wir. Die Firma hatte für uns das ganze Restaurant gebucht.
Der Haupteigentümer hielt eine Rede. Ausschweifend. Sehr detailreich. Und ja, er ist jemand er sich selbst gerne reden hört. Aber… er ist auch gut. Muss ich anerkennen. Er sprach. Lies das Jahr Revue passieren. Am Ende sagte er: „Wenn Sie etwas brauchen, kommen Sie zu mir. Zu uns. Sprechen Sie uns an. Wenn Sie etwas brauchen, damit Sie sich wohler fühlen. Kommen Sie.“ Dann fuhr er fort. Er entschuldigte sich. In den letzten 2 Monaten, in den so viel zu tun war, kamen 3 Personen mit einem Anliegen, persönlicher Natur. Man erbat sich seine Hilfe. Er hatte jeweils geantwortet, dass er die Zeit nicht hätte und es zu dem Zeitpunkt nicht leisten konnte. Er entschuldigte sich vor allen Anwesenden dafür und sagte, dass er bereits die Dinge gelöst hätte und sich den Themen angenommen hatte. Er habe mit den Betreffenden bereits gesprochen.
Dann hielt der Albatros zum ersten Mal den 2. Teil der Weihnachtsrede. Einer der Gesellschafter gab den Staffelstab an ihn weiter. Er erzählte, wie das Jahr begann. Wie man begonnen hatte neue Leute an Bord zu holen. Wie man bestrebt sei, alles weiter auszubauen und nach vorne zu bringen. Er erzählte von dem Projekt, was die letzten 2 1/2 Monate alle Kapazitäten aufgebraucht hatte. Ich bedankte sich und erwähnte, dass die letzte Mail an dem einen Tag um 4.30 Uhr morgens raus ging und das Team um 7 Uhr schon wieder am Arbeiten waren. Er zollte Respekt. Er tat das aufrichtig.
Dann tat er etwas, das war mir unangenehm. Er hob mich hervor. Sichtlich voller Stolz sagte er, dass er mich überzeugen konnte, ein zweites Mal für ihn zu arbeiten. Welche Leistung ich in der kurzen Zeit, die ich nun im Team sei, bereits erbracht hatte. Welchen Einsatz ich in diesem speziellen Projekt geleistet hatte. Die Leute klatschten. Es gab ein paar Zwischenrufe. Eine Dame vom Tisch hinter mir, rief meinen Name.
Ich senkte meinen Blick. Ich war bewegt. Auch etwas unangenehm. Es war eine Teamarbeit. Nicht die Arbeit eines einzelnen und schon gar nicht von mir alleine.
Das Jubeln der Leute, galt allen. Nicht nur dem Team. Sondern der ganzen Sammlung von Personen in diesem Raum. Sie bejubelten sich selbst. Der Erfolg der Einzelnen, ist ein Erfolg aller. Man feiert seine Kollegen, man bejubelt sie und sich selbst. An diesem Abend feierten wir uns. Für unsere Leistung. Für unser Tun. Gutes Essen. Wein. Spirituosen. Sie wollen Cocktails? Sie bekommen Cocktails. Sie wollen eine Flasche mit prickelnder Flüssigkeit? Sie bekommen es. Ein DJ. Eine Dame, die durch den Abend moderierte, zum Nachdenken anregte und der geballten Potenz im Raum, Honig ums Maul schmierte.
Der Abend hat mich bewegt. Ich habe lange, sehr lange daran gearbeitet, auf diesem Level anzukommen. Ich habe viele Umwege genommen. Ich bin gescheitert. Gefallen, wieder aufgestanden. So oft lachte man über mich. Gab mir Ratschläge, die unpassender nicht hätten sein können.
Man kann sehr viel erreichen, wenn man einfach alle ungefragten Meinungen und Hinweise ignoriert und sein Ding macht.
Vorletzte Stufe erreicht. Eine werde ich noch nehmen.

Aperitvo
Am Samstag kurz Nachbarn da gehabt. Einen Aperitivo gemacht. Ich finde ja, das Apero oder Aperitvo eine der großartigsten Erfindungen in diesem Universum sind.

Diamine InkVent Calendar, Türchen 1 bis 4
Ich liebe ihn. Das dritte Jahr in Folge. 25 Türchen. Richtig. 25. Ist ein britischer Weihnachtskalender. 25 verschiedene Tinten, in verschiedenen Farben. In unterschiedlichsten Ausführungen. Ich liebe es.

Weihnachtskalender for men
Gestern am Abend noch schnell die ersten 3 Türchen geöffnet und dann heute Morgen Nummer 4 kaltgestellt.
Läuft würde ich sagen.l

Einmal hin und zurück
Wenn man wichtige Menschen nur alle Jubeljahre sieht, dann ist es egal, wie lange man im Auto sitzt und durch die Republik fährt. Es ist es wert.
Das letzte Mal hatte ich ihn 2021 besucht. Vor zwei Jahren er mich. Jetzt habe ich ihn wieder besucht. Er ist in den letzten Jahren gealtert. Die Härte ist gewichen. Früher hatte er mehr schärfe in seinem Blick. Heute ist dort Milde zu sehen. Alles ist weicher. Selbst in der allgemeinen Rede ist immer ein verbindender Teil. Nahezu etwas versöhnliches.
Unsere Gespräche waren gut. Sehr gut. Wir sprachen über einige Themen. Drehten sie hin und her. An einigen Punkten kamen wir überein. An anderen nicht.
Manchmal frage ich mich, ob ich an einigen Stellen in meinem Leben hätte versöhnlicher sein sollen? Ich weiß es nicht. Der Kluge gibt nach, so lange bis er der Dumme ist. Ich habe meine Quittung dafür bekommen, dass ich zu nachsichtig war. Ich habe kostbare Lebenszeit verschenkt.
Er mahnte mich, dass ich einsam werden könnte, wenn ich diesen Weg weiter gehen würde. So, wie ich ihn gehe. „Ja“, sagte ich ihm. „Das ist eine der Gefahren.“ Nur, bin ich alleine. Schon seit Jahrzehnten.
An der Stelle, wo meine Vorbilder begannen zu stagnieren, komme ich nun den Punkt, wo ich durchstarten kann. Ich beginne sie zu überholen.
Ich erinnere mich an den Song von Phillip Boa. „Kill your idols“.
Sie können in der Stadt mit der Burg sehr gut essen. Vor allem, wenn Sie in einem Laden landen, wo keine Touristen sind.
Nun werden wieder ein paar Jahre vergehen, bis wir uns sehen. Aber… ich habe irgendwie ein komisches Gefühl. Und ich kann ihnen nicht einmal sagen, was für eines.

Streunertour Deluxe – Becketts Head Berlin
Sollten Sie ein Freund der Barkultur sein, dann möchte ich Ihnen die folgende Bar empfehlen. Becketts Head in Berlin. Der Beste hatte die Bar ausgesucht. Sie interessierte ihn. Also gingen wir dort hin. Und ich möchte Ihnen sagen, es lohnt sich.
Die Bar ist nicht nach Sorten von Spirituosen ausgerichtet. Die Ausrichtung wird von Aromen und Geschmack bestimmt. Sie finden dort einen Meister seines Fachs. Ich habe noch nie eine so gute Beratung in einer Bar bekommen. Es ist eine Freude, ihm bei der Art zu zusehen. Man erfährt Dinge über die Zutaten. Wir die Komponenten zusammenspielen. Bei einem angeregten Gespräch, kann man alles zu dem Drink erfahren.
Den ersten Drink habe ich aus der Karte bestellt. Bei Drink 2 und 3 habe ich nur noch gesagt und habe ihm freie Hand gelassen. Und die dargereichten Interpretationen waren eine Offenbarung.
Gehen Sie hin. Genießen Sie dort einen Abend. Sie werden es nicht bereuen.

Streunertour Deluxe – Berlin Impressionen

Streunertour Deluxe – Berlin Impressionen

