Kategorie: Impressionen
Streunertour Deluxe – Kunst ist so wichtig – Venus 2025
Nach einem ausgiebigen Zug durch die Gemeinde. Dem Genießen der Hotelbar. Der überraschenden Erkenntnis, dass der eigene Körper mittlerweile gegen Alkoholmissbrauch immunisiert sein muss, startete der Tag entspannt mit Kaffee und mexikanischen Fast Food. Lecker, aber ein miserables Preis-/Leistungsverhältnis.

Weiter ging es dann zur Venus 2025. Titten, Ärsche und Pussys. Kultur ist so wichtig.
Sagen wir es mal so. Es war schon wie im Jahr davor. Ich habe mich gefragt, warum ich mir das eigentlich antue. Die Veranstaltung als solche hat extrem nachgelassen. Ich kenne diese Format seit 19 Jahren. Und es ist interessant zu betrachten, wenn man sich die Entwicklung anschaut.
Der Anteil der Anbieter von Spielzeug und, zum Teil, richtig hübscher Wäsche, ist konstant geblieben. Und es gibt da wirklich spannende… sagen wir Tools, mit denen man lustige Geräusche aus einer Frau herauszaubern könnte.

Früher gab es noch richtig gute Live Shows. Aber das ist schon ewig her. Ein paar internationale Betreiber von Pornsites stellen auf der Bühne ein paar Hasen bereit. Gut ausgeleuchtet, gerne mit roten Licht, damit man die Dellen am Arsch nicht sieht. Ehrlich… ich mag Dellen am Arsch. Das ist realistischer.
War es früher noch die Ausnahme, sind Tattoos der Trend. Je mehr, desto besser. Ich habe keine Probleme damit. Persönlich möchte ich anmerken, dass der Trend dazu hingeht, sich voll zu tätowieren. Alles voll. Hals. Bis hin im Gesicht. Dazu dünne Frauen, mit überdimensionierten Brustimplantaten. Kann man mögen, muss man nicht. Ich bin da raus.

Und es gibt sie noch. Die guten alten DVD Händler, die jede noch so kleine Nische mit Filmen bedienen. Nostalgie pur.
2 1/2 Stunden liefen wir hin und her. Schauten hier und da. Tranken zwei Bier und verließen dann die Veranstaltung, um weiter durch den Tag zu gleiten.
Streunertour Deluxe -Rückblick (2)
Lucky Number 17. Hatte was. Das Hotelzimmer hatte was. Es lag im 17. Stock. Ein Fenster von oben bis zum Fußboden. Wirklich klasse. Wenn Sie immer mal Sex und Blowjobs direkt am Fenster haben wollen würden, dann wäre es perfekt gewesen.
Was ich auch mag an der Location ist die direkte Nähe zum Alexanderplatz und dem Funkturm. Der Turm ist bei Nacht immer wieder ein schönes Motiv. Ich mag es einfach.
Und die Hotelbar ist auch immer solide und ordentlich. In allen Hotels der Kette gleich. Nach genauen Vorgaben gemixt, aber solide. Man bekommt etwas, was auch den Namen Cocktail verdient. Ich habe schon Cocktails bekommen, die teurer und schlechter gemacht waren.
Und wenn etwas Spaß macht, ein Spaziergang bei Nacht durch Berlin ist immer eine tolle Sache. Ich liebe es einfach. Alleine dafür lohnt es sich.
Vielleicht sollte ich Berlin ruhig zweimal ins Programm nehmen. Und dabei ein anderes Hotel ausprobieren. Mal schauen.

Alle Jahre wieder
Streunertour beendet. Gut war es.
Alle Jahre wieder. Ich liebe das Treffen. Es ist immer wieder ein Highlight. Einer der wenigen Menschen, die konstant, sehr lange in meinem Leben sind. Ein Freund, den ich nur einmal im Jahre, aber der da ist. Irgendwie.
Ich mag es. Jeder Jahr. Im Grunde genommen immer das Gleiche. Das gleiche Hotel. Das gleiche gute Hotelfrühstück. Der gleiche furchtbar schmeckende Kaffee. Ich weiß nicht woran es liegt, aber die können alles, nur keinen Kaffee.
Es war alles dabei, was dazu gehört. Bier, gutes Essen, eine klasse Umgebung. Gute Unterhaltung.
Wissen Sie, wann Sie alt sind? Wenn man beginnt Sie im Irish Pub zu zu siezen. Ich dachte, bin schon alt. Aber jetzt… jetzt bin ich es tatsächlich.
Ich saß herum, schaute mir die Leute an. In der Stadt, im Restaurant, im Pub. Bisher ist das alter halbwegs gnädig mit mir gewesen. Ich hoffe, es bleibt so.
Manchmal frage ich, wie lange wir uns noch sehen werden.

Reisenotizen aus dem Frikandel-Abenteuerland #6
An regnerischen Tagen kann man das kleine maritime Museum in Breskens besuchen. Man findet es im Hafen. Wo man auch über einige Fischhändler stolpert. Ein großer Parkplatz direkt davor.
Zugegeben, es ist kein wirklich aufregendes Museum. Es fehlt ein bisschen die Storyline. Es ist ein Fischereimuseum. Leider erzählen sie zu wenig über Breskens selbst. Daher wirkt es mehr wie eine willkürliche Sammlung von Dingen, die man über die Etage in einer Halle Verteilt hat.
Aber auch hier. Wird von älteren Herrschaften betrieben, die freundlich und viel Leidenschaft einem die Dinge erklären.

Sehr viele Modelle von Schiffen werden präsentiert. Nautische Instrumente. Seevögel. Ein bisschen zur geologischen Entwicklung der Region über die Eiszeit hinweg. Sehr viele Seeschnecken und Muscheln werden ausgestellt.
Und ein kurzer Film, der irgendwo aus den 70ér oder 80´er Jahre stammt, rundet die ganze Sache ab.

Reisenotizen aus dem Frikandel-Abenteuerland #5
Der Leuchtturm von Breskens. Eine Strandsehenswürdigkeit. Der letzte erhaltene gusseiserne Leuchtturm. Gebaut 1867/1868. Am Wochenende ist er geöffnet. Wenn sich mindestens zwei Freiwillige zur Betreuung finden. Es gibt einen kleinen Verein. Die Pflegen und betreuen den Turm. Eine wirklich nette Sache.
95 Stufen geht es hoch. Einige Bilder. Ein paar nautische Geräte, die man für das Betreiben eines Leuchtturms so braucht. Raus kann man oben nicht. Man kommt nur bis zum Licht. Aber man sollte es trotzdem tun. Man gibt so viel Geld für unnötige Dinge aus, da sind 2,50 EUR drin, für die Erhaltung einer solchen Sache.
Ich habe immer sehr viel Respekt davor, wenn Menschen sich einer solchen Aufgabe annehmen. Schon etwas Bewunderung, die da mitschwingt.
Als ich den Turm verließ, kam ich mit der älteren Dame ins Gespräch und einem noch älteren Herrn. Er muss an die 80 Jahre alt gewesen sein. Er war der Sohn des letzten Leuchtturmwärters. Irgendwann zwischen 1980 und 1980 ging die Niederlande dazu über, die Türme per Fernwartung zu steuern. Irgendwann in dem Zeitraum, verließ der letzte Wärter den Turm. Er erzählte von seinem Vater. Ich von meinem, der irgendwann um 1960 zur See gefahren war.
Ich wollte auch zur See fahren. Ich hatte das auch irgendwann einmal versucht. Aber daraus wurde nicht.

Reisenotizen aus dem Frikandel-Abenteuerland #4
Manchmal spielt Licht, Ort und Moment zusammen und man hat die Möglichkeit ein paar stimmungsvolle Bilder zu machen.
Und dann hat man einen Riesenschnauzer dabei und… ups… keine Ahnung, wie durch Zauberhand hat man dann ein Bier dabei. Gekühlt. Großartig. Perfekt.
Und dann sehe ich den kleinen Riesenschnauzer. Diese Freude. Wie sie hin und her rennt. Ran an das Wasser. Wieder zurück. Sie zieht große Kreise. Man kann es ihr ansehen, wieviel Spaß sie hat. Mir geht das Herz auf. Ein gutes Gefühl. Ich habe einen glücklichen Hund. Alles richtig gemacht.
Und dann steht sie da. Klebt an mir. Stellt sich neben mich. Drückt sich an mich. Wo ich bin, sitzt sie bei mir. Drückt ihren Kopf in meinen Schoß, wenn ich sitze.
Das sind besten Momente. Gibt nichts besseres.

Reisenotizen aus dem Frikandel-Abenteuerland #3
Urlaub nennen es die Deutschen. Wir zahlen Geld um einen anderen Ort zu gelangen. Um dann genau die gleichen Idioten treffen, vor denen man geflüchtet ist. Man nimmt seinen Hund und geht am Abend eine Runde spazieren. Dort begegnet man ihnen. Sandalen, lustige Socken. Jeans-Shorts. Gerne noch zwei, oder im schlimmsten Fall drei, kleine bis mittelgroße Hunde an der Leine. Er, ein ausgewaschenes T-Shirt über den Bier-Plautze gezogen. Sie, rheinländische Igel Frisur, Birnenfigur. Die Haare mit einer billigen Tönung von DM gefärbt, deren Farbvarianz einer ausgeblichenen Kit-Kat Schokoriegel Verpackung gleicht. Die menschliche Schablone des nordrheinwestfälischen Ruhrpott-Facharbeiters.
Sie haben ihre kleinen Hunde nicht im Griff. Diese Fotzenlecker zicken am Ende der Leine herum, als gäbe es kein Morgen. Während andere, größere Hunde einfach nur stehend glotzen und sich das Spektakel unverständlich ansehen. Nervig. Sehr nervig.
Ich weiß es im Grunde, ich bin nicht für diese Art von Urlaub geeignet. Aber man kann den Hund hier mal lüften.
Ansonsten… ich habe zwei weitere Alben durchgehört. The Clash, das Debutalbum. Und Dead Kennedys – Fresh Fruit for Rotting Vegetables. Ich mache einen Schlenker in die Richtung US Punk und Hardcore.
Gestern dann doch gearbeitet. Kaum ist man aus dem Haus, nimmt das Projekt eine Wendung, weil der Kunde sich im Kopf etwas zusammengesponnen hat.
Ich muss sagen. Die Niederlande sind nicht schlecht. Ich mag es hier. Ich war in den Niederlanden stationiert. Ich war immer mal da. Und vor einigen Jahren, habe ich hier immer mal wieder gearbeitet. Da lernt man das Land dann noch einmal anders kennen. Aber das hatte dann auch nichts mit deutschen Touristen zu tun.

Iron Maiden – Run for your lives tour 2025
Begonnen hat es irgendwann 1986/1987. Mein Jungendfreund kam in mein Zimmer. Er hatte eine Kassette dabei. Er steckte sie in den Kassettenrekorder und drückte die Play Taste. Zuerst hörte ich eine Stimme, die etwas erzählte, dann ging es los. Ich hörte zum ersten Mal Iron Maiden. The number of the beast.
Es war der Beginn einer musikalischen Verbindung, die mich bis heute prägte. Ich kaufte Alben. T-Shirts. Eine riesige Fahne, die auf diverse Jugendfreizeiten mit auf Reise ging.
Irgendwann 2001 sah ich sie zum ersten Mal. Eine kleine Halle. Vielleicht zehntausend Leute. Zwölf, dreizehn Jahre später sah ich sie ein zweites Mal. Und jetzt wieder. 2025 zum 50. Bühnenjubiläum. Und ich kann Ihnen sagen, es war großartig.
Zum Einstieg 2, 3 neuer Songs. Dann ein Hallo an das Publikum und dann ging es los. So richtig. Die haben die Klassiker runter gerissen. Und sie wurden dafür geliebt. So viel Dampf. So viel Energie. Sie viel Dynamik auf der Bühne. Es war ein großartiger Abend.
Irgendwann, gegen 3 Uhr morgens, bin ich betrunken ins Bett gefallen. Glücklich. Zufrieden. Ich habe sie noch einmal gesehen. Passt. Was will man mehr.

Reisebericht Tirana / Albanien #7 – Der Blloku Bezirk
Wenn man einen ausgedehnten Spaziergang durch Tirana macht, kommt im Blloku Bezirk an den alten Villen der kommunistischen Eliten und Diktatoren vorbei.
Man muss es Ihnen lassen. Unmenschlichkeit heißt nicht, dass man keinen Sinn für ästhetische Architektur hat.

Reisebericht Tirana / Albanien #6 – Pyramide von Tirana
Mitten in Zentrum von Tirana findet man die Pyramide von Tirana. Ein spannendes Gebäude. Man kann es besteigen und hat von dort aus einen phantastischen Blick über die Stadt.
Noch vor 10 Jahren sah das Gebäude furchtbar aus. Ursprünglich zum Gedenken an den ehemaligen Diktator, hat man sich dem Bau angenommen und ihn umgestaltet. Heute beherbergt der Bau ein Lernzentrum.
Wenn man davor steht, ist der recht imposant. Ursprünglich gab es keine Treppen. Diese wurden erst später hinzugefügt. Durch die Aussichtsplattform ist ein echte Magnet für Touristen geworden. Es lohnt sich einen Blick hineinzuwerfen. Sehr modernes und ansprechendes Design.

